Kartenlegen: Zukunft aus den Karten?
Esoterik existierte schon immer in zweierlei Gestalt:
-einerseits versuchen Wissensdurstigeimmer wieder, die verborgenen Gesetze der Wirklichkeit zu entlarven. Viele Esoteriker vertreten die Ansicht, dass es keinen willkürlichen Zufälle gibt und die Welt-Seele das Gesamtwissen über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft speichert.
-andererseits gibt es Esoteriker, die altehrwürdiges Wissen in das praktische Leben umsetzen und meinen: Mit Orakeln, können Hellseher und Wahrsager z.B. Zukunft Vorhersagen treffen.
Kartenlegen
Die Grundvorrausetzung zum erfolgreichen Interpretieren von Karten, besteht in der Kunst, sich in eine bestimmte Stimmung zu versetzen, seine eigenen Gedanken und Empfindungen auszuschalten und so zum Kanal für den Ratsuchenden und seine Fragen zu werden. Durch intensives Sich- selbst-leer-machen erhält der Kartendeuter aus den verschiedenen Kartenlegesystemen und Kartenkombinationen dann Informationen zur Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, die für einen ratlosen und hilfesuchenden Menschen eine Informationsquelle und eine Wegweisung - eine zeitweilige Wegbegleitung - bedeuten können.
Es gilt beim kartengestützten Hellsehen vor allem intuitiv zu arbeiten, so weit wie möglich die Kontrolle des Verstandes zu vergessen, Botschaften aus der Geistigen Welt, u.a. Engel Channeling zu empfangen und die Schwingungen des Fragenden sowie der betreffenden Personen im Kartendeck aufzunehmen.
Der Kartendeuter kann durch jahrelanges Training seiner gedanklichen Visualisierungen und seines Eintauchens in das Kartenbild in die Lebensgeschichte einer anderen Person, seine angeborenen Fähigkeiten der Hellsichtigkeit, des Hellhörens und der Hellfühligkeit ausbauen, verfeinern und seine Trefferquote in der spirituellen Lebensberatung erhöhen.
Die wichtigsten Spielkarten beim Kartenlegen sind die Lenormand, Skat, Kipper und Zigeunerkarten und Orakel und Tarot.
Anne Marie Lenormand (1772 – 1843) war vermutlich die berühmteste Kartenlegerin Europas ihrer Zeit. Mit selbst gezeichneten Karten machte sie ihren Kunden, darunter keinem geringeren als Napoleon Bonaparte, exakte Zukunftsdeutungen. Napoleon war von der seherischen Qualität Madame Lenormands sehr fasziniert, was ihn jedoch nicht daran hinderte, sie zweimal ins Gefängnis zu werfen, weil sie es waagte, ihm andere Prognosen zu stellen, als der exzentrische Kaiser es sich beim Kartenlegen wünschte. Aber auch Madame Lenormand war bekannt für gelegentliche Wutausbrüche, bei denen es vorkam, dass sie Napoleon die Karten ins Gesicht schleuderte, was dem mächtigen Kaiser zumindest vorerst die Sprache verschlagen dürfte.
Orakel und Tarot
Beim Tarot gibt es die These, dass es in seinen Ursprüngen auf die Alten Ägypter zurückgeht, die angeblich ihr Wissen der Esoterik hinter bedeutungsvollen Bildern zu verbergen versuchten. Einst sollten der Legende nach im Tempel von Memphis diese mysteriösen Kenntnisse in Form von 22 Gemälden zusammengefasst worden sein, wobei eine ganz besondere Bildsprache benutzt wurde.
Das Tarot besteht aus 78 Karten. Die ersten 22 werden als „Große Arkana“, die übrigen 56 als „Kleine Arkana“ bezeichnet. Die kleinen Arkana werden in Stäbe, Münzen, Schwerter und Kelche unterteilt und von 1 bis 10 nummeriert. Die sogenannten Hofkarten (König, Königin, Ritter und Knappe) gelten am meisten.
Das Tarot- Spiel ist das Ergebnis uralten Wissens und die Bilder und Symbole darauf sprechen gezielt die Sprache des Unbewussten an. Vordergründig bieten die Tarotkarten sichtbare Informationen, hintergründig lösen sie beim Betrachter aber im Unbewussten abgespeicherte Energien aus und befähigen so zu Zukunft Vorhersagen in der spirituellen Lebensberatung.